Auktionsvorgang und Bedingungen

Durch die Teilnahme an der Auktion werden folgende Bedingungen anerkannt: Die Versteigerung erfolgt im Namen und Auftrag Dritter und gegen Rechnung, zahlbar rein netto innert 10 Tagen. Aufgrund unserer Verpflichtungen den Verkäufern gegenüber müssen alle Rechnungen bis 10 Tage nach der Auktion beglichen sein. Nach diesem Datum übergibt das Auktionshaus offene Rechnungen einer Inkassostelle und es wird ein Verzugszins von 10% p.A. dem ausstehenden Betrag zugerechnet.

Zuzüglich zu dem Zuschlagspreis ist vom Ersteigerer ein einheitliches Aufgeld von 10% zu entrichten. Pro ersteigerte Katalognummer (pro Lot) wird eine Auslieferungs- bzw. Abwicklungsgebühr von CHF 8.– verrechnet. Die MWST von 8% wird zusätzlich auf den ganzen Betrag erhoben. Bieter aus dem Ausland sind von der MWST befreit (es muss jedoch eine offizielle Ausfuhrerklärung vorliegen). Die Weine werden in dem Zustand versteigert, in dem sie sich im Augenblick des Zuschlags befinden. Die Beschreibung der Objekte erfolgt nach bestem Wissen und Gewissen, jedoch kann das Auktionshaus für Katalogangaben keine Haftung übernehmen. Jede Gewährleistung für Rechts- und Sachmängel wird wegbedungen.

Weine und Spirituosen der Jahrgänge bis und mit 1970 sowie Weine und Spirituosen, welche zu einem unteren Schätzpreis von über CHF 60.– pro Flasche (bis zu einem Liter) angeboten werden, gelten nach der Praxis des Kantonalen Labors Zürich nicht als Lebensmittel; sie werden daher nicht in die Kontrolle des Kantonalen Labors einbezogen. Der Ersteigerer erwirbt das Eigentum erst nach vollständiger Zahlung des Zuschlagspreises und des Aufgeldes. Die Gefahr geht bereits mit dem Zuschlag auf den Ersteigerer über.

Bieter, die dem Versteigerer persönlich nicht bekannt sind, sind gehalten, sich vor Abgabe eines Gebotes bei der Auktionsleitung zu legitimieren. Beim Eingang zum Auktionssaal muss sich jeder Käufer eintragen und erhält dann eine Bieternummer. Wird die Zahlung nicht oder nicht rechtzeitig geleistet, so kann der Versteigerer wahlweise Erfüllung des Kaufvertrages verlangen oder jederzeit auch ohne Fristensetzung den Zuschlag annullieren. In jedem Fall haftet der Ersteigerer für allen aus der Nichtzahlung bzw. Zahlungsverspätung entstehenden Schaden, insbesondere bei der Aufhebung des Zuschlages für einen allfälligen Mindererlös, sei es dass der Gegenstand einem anderen Bieter der gleichen Auktion oder einem Dritten an einer späteren Auktion zugeschlagen oder in freihändigem Verkauf veräussert wird, wobei der Versteigerer in der Verwertung des Gegenstandes völlig frei ist. Auf einen allfälligen Mehrerlös hat der Ersteigerer, dessen Zuschlag annulliert wurde, keinen Anspruch. Die Abgabe eines Gebotes bedeutet eine verbindliche Kaufofferte. Der Bieter bleibt an sein Gebot gebunden, bis dieser entweder ausdrücklich überboten oder vom Versteigerer abgelehnt wird. Erfolgte Doppelangebote werden sofort nochmals aufgerufen; im Zweifelsfalle entscheidet die Auktionsleitung. Es steht dem Versteigerer frei, ein Gebot abzulehnen, ohne hierfür Gründe anzugeben.

Der Versteigerer behält sich das Recht vor, Nummer des Kataloges zu vereinigen, zu trennen, ausserhalb der Reihenfolge anzubieten sowie wegzulassen. Sollte ein Zuschlag infolge Beschädigung der Flaschen, Nichtauffindbarkeit oder anderer Gründe nicht ausgeliefert werden können, so sind keine Schadenersatzansprüche anmeldbar. Der Kaufpreis wird jedoch vollständig zurückerstattet.

Bietaufträge werden schriftlich entgegengenommen, müssen jedoch 24 Stunden vor der Auktion eintreffen. Sie sind verbindlich. Jeder Ersteigerer haftet persönlich für seine Käufe und kann nicht geltend machen, für Rechnung Dritter gehandelt zu haben.

Alle ersteigerten Weine sind an der Buckhauserstrasse 28, 8048 Zürich, 14 Tage nach dem Auktionsdatum abzuholen. Telefonische Voranmeldung ist obligatorisch: Herr N. Häusermann, 079 793 96 94. Werden die Weine nicht 40 Tage nach dem Auktionsdatum abgeholt, muss pro Lot ein Unkostenbeitrag von CHF 15.– pro angebrochenem Monat verrechnet werden.

Transportaufträge werden grundsätzlich nur schriftlich entgegengenommen (Auftragsformular: letzte Seite des Katalogs). Die Transporte werden auf Wunsch versichert. Nach Ablauf eines Monats beauftragt das Auktionshaus einen Spediteur mit der Auslieferung. Versicherungs-, Lager- und Transportkosten werden zugeschlagen.

Die vorstehenden Bedingungen sind Bestandteile jedes einzelnen an der Auktion geschlossenen Kaufvertrages. Abänderungen sind nur schriftlich gültig.

Die Auktion erfolgt unter Aufsicht eines Beamten des Stadtammannamtes Zürich 3. Anwendbar ist das Schweizerische Recht. Gerichtsstand ist Zürich 1. Der Stadtammann, die Stadt Zürich, sowie der Kanton Zürich haften nicht für Handlungen des Auktionators.

Wie geht eine Auktion vor sich?

Die Weine sind von uns begutachtet und gemäss Zustand taxiert worden. Abweichungen gegenüber dem normalen Zustand sind beschrieben (siehe Tabelle). Weine, die älter als 20 Jahre sind, haben zumeist nicht mehr das normale Füllniveau. Eine solche Flasche mit Niveau TS oder HS gilt als normal bzw. guter Zustand. Wird der Korken nach 30 Jahren nicht ausgewechselt (rebouché au château), wird das Füllniveau immer abnehmen. Erreicht das Füllniveau die untere Schulter (US), ist der Wein in der Regel nur noch für Sammler geeignet. Sofern jedoch die Farbe des Weins noch vielversprechend aussieht, ist es immer noch möglich, einen gewissen Trinkgenuss zu haben. Die Korken bei Sauternes-Flaschen halten bedeutend länger.

Die Schätzpreise sind unverbindlich. Die Versteigerung beginnt mit einem niedrigeren Ausrufpreis.

Der Käufer kann an der Auktion selbst teilnehmen oder das Auktionshaus mit dem Kauf beauftragen. Im angegebenen Falle wird eine Limite abgegeben, z.B. 700.–. Bleibt das letzte Gebot im Saale bei 580.– stehen, so schlägt der Auktionator das Objekt dem nicht anwesenden Käufer bei 600.– zu. Steigt der Preis jedoch über 700.–, so fällt der nicht anwesende Käufer aus. Ist dieser an einem Objekt jedoch sehr interessiert, so hat er – wie an der Börse – bestens im Auktionsauftrag einzusetzen. Fehlt ihm das Vertrauen, so kann der Käufer in Einzelfällen telefonisch mitsteigern.

Der Schätzpreis dient dazu, dass der nichtanwesende Käufer sich eine Vorstellung über den ungefähren Marktwert machen kann. Innerhalb dieser Schätzpreise hat der schriftliche Bieter eine faire Chance auf Erfolg. Wo nichts anderes angegeben ist , wird per Dutzend Flaschen versteigert. Beim Kauf des ersten Lots einer Versteigerungseinheit steht es dem Käufer frei, die weiteren Lots des gleichen Weines (gleiche Menge und gleicher Jahrgang/Zustand) unter denselben Bedingungen wie beim ersten Lot zu übernehmen.