SO FRÜH WIE NIE. UND DENNOCH OHNE EILE.

Am 26. August begann bei den Vignobles Silvio Denz die Weinlese 2026 – der früheste Auftakt, der auf den Weingütern je verzeichnet wurde. Den Anfang machten die jungen Merlot-Reben von Château Cap de Faugères. Seither schreitet die Lese durch die Merlot-Parzellen der Weingüter in Saint-Émilion und Castillon voran.

Dass ein Jahrgang so früh beginnt, erzählt jedoch nur einen Teil der Geschichte. Ebenso prägend ist die Ruhe, mit der die Lese verläuft. Das beständige Spätsommerwetter gibt dem Team die Möglichkeit, jede Parzelle genau zu beobachten und erst bei optimaler Reife zu lesen.

Von links: Valérie Lavigne, Vincent Cruège und Silvio Denz in den Weinbergen von Faugères.

Die Rolle der Ton-Kalkstein-Böden

Merlot-Trauben kurz vor der Lese.

Der Sommer 2026 war aussergewöhnlich heiss und trocken. Über weite Strecken fiel nur wenig Regen, und die Reben waren sehr hohen Temperaturen ausgesetzt. Unter diesen Bedingungen erwiesen sich die Ton-Kalkstein-Böden als entscheidend.

Sie bewahrten die begrenzte Feuchtigkeit im Boden und ermöglichten den Trauben, trotz der Hitze langsam und gleichmässig zu reifen. Die eingebrachten Früchte präsentieren sich gesund und in sehr gutem Zustand. Der Jahrgang zeigt damit besonders deutlich, welchen Unterschied die Qualität der Weinberge, ihre sorgfältige Bewirtschaftung und die natürlichen Eigenschaften des Terroirs machen.

 

Eine frühe und zugleich lange Lese

Der frühe Beginn bedeutet 2026 nicht, dass die gesamte Weinlese schneller abgeschlossen wird. Im Gegenteil: Dank des schönen Spätsommerwetters kann das Team die Reife jeder Parzelle abwarten. Die Lese erstreckt sich deshalb über einen längeren Zeitraum als üblich und verläuft in einer ruhigen, konzentrierten Atmosphäre.

Nach acht Lesetagen war fast der gesamte Merlot eingebracht. Zum Zeitpunkt der ersten Einschätzung war anschliessend eine Pause von rund einer Woche vorgesehen, bevor Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon an die Reihe kommen. Beide Rebsorten zeigten sich in den Weinbergen besonders vielversprechend.

Die frisch gelesenen Trauben werden im Keller sorgfältig verarbeitet.

Erste Eindrücke aus dem Keller

Die bisher eingebrachten Trauben zeigen eine schöne Balance und Frische. Das potenzielle Alkoholniveau bleibt moderat und über die verschiedenen Partien hinweg gleichmässig. Nach der ersten Einschätzung dürften die Weine Frische und Frucht mit einer frühen Zugänglichkeit verbinden.

Der erwartete Ertrag liegt bei rund 35 Hektolitern pro Hektar und damit ungefähr auf dem Niveau des Jahrgangs 2025. Für ein abschliessendes Urteil ist es zu früh. Die Qualität und der gesunde Zustand des bisherigen Leseguts stimmen das Team jedoch zuversichtlich.

Die bisher eingebrachten Trauben zeigen eine schöne Balance und Frische. Das potenzielle Alkoholniveau bleibt moderat und über die verschiedenen Partien hinweg gleichmässig. Nach der ersten Einschätzung dürften die Weine Frische und Frucht mit einer frühen Zugänglichkeit verbinden.

Der erwartete Ertrag liegt bei rund 35 Hektolitern pro Hektar und damit ungefähr auf dem Niveau des Jahrgangs 2025. Für ein abschliessendes Urteil ist es zu früh. Die Qualität und der gesunde Zustand des bisherigen Leseguts stimmen das Team jedoch zuversichtlich.

«Früher folgte die Natur dem Rhythmus der Jahreszeiten. Heute scheint sie ihnen vorauszueilen.»
Vincent Cruège – Generaldirektor, Vignobles Silvio Denz

Frisch gelesene Merlot-Trauben.

Was 2026 bereits erkennen lässt

Die Weinlese ist noch nicht vollständig abgeschlossen. Schon jetzt zeigt 2026 jedoch, wie wichtig sorgfältig bewirtschaftete Weinberge und Böden sind, die Wasser speichern können. Die Ton-Kalkstein-Terroirs haben den Reben geholfen, unter den heissen und trockenen Bedingungen kontinuierlich zu reifen.

Die ersten Trauben verbinden Balance und Frische mit moderaten potenziellen Alkoholwerten. Die nächsten Etappen der Lese werden zeigen, wie sich dieses Bild mit Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon weiterentwickelt.

Daniel Romero, Önologischer Direktor der Vignobles Silvio Denz, gibt seine ersten Einschätzungen aus dem Keller