Péby Faugères: zwölf Jahrgänge im Urteil von René Gabriel
Zwölf Jahrgänge, zwanzig Jahre Weingeschichte und dreimal die Höchstnote: Bei einer Vertikaldegustation von Château Péby Faugères am 16. September 2026 im Bacchus in Hildisrieden standen ausschliesslich Magnumflaschen im Mittelpunkt. Die Weine aus den Kellerreserven von Silvio Denz reichten vom ersten Jahrgang 1998 bis zum Jahrgang 2018.
Weinkritiker René Gabriel begleitete die Verkostung und dokumentierte seine Eindrücke in einem ausführlichen Bericht. Besonders überzeugten ihn die Jahrgänge 2009, 2010 und 2018, die er jeweils mit 20/20 Punkten bewertete.
Péby Faugères 2009: 20/20 Punkte und ein besonderer Genussmoment
Der Jahrgang 2009 zeigte sich für René Gabriel bei dieser Verkostung in seiner bislang besten Form. Er beschreibt eine intensive Fruchtaromatik mit Waldhimbeeren, Cassis und Amarena-Kirschen, begleitet von würzigen Nuancen.
Am Gaumen präsentiert sich der Wein vollmundig und konzentriert. Gabriels Einschätzung: Diese Magnum bot ihm den bisher überzeugendsten Eindruck des Jahrgangs seit seinen ersten Primeur-Verkostungen. Seine Empfehlung lautet, den Wein jetzt zu geniessen.
Péby Faugères 2010: 20/20 Punkte mit grossem Reifepotenzial
Beim Jahrgang 2010 hebt Gabriel die Verbindung von Konzentration, Tiefe und Würze hervor. Dunkle Beeren, schwarze Kirschen, Kräuter und Lakritze prägen seine Verkostungsnotiz.
Trotz der bereits erreichten Entwicklung sieht er noch erhebliches Potenzial. Anders als beim 2009er empfiehlt er weitere Flaschenreife – ein Jahrgang für Weinliebhaber, die ihrem Péby Faugères noch Zeit im Keller geben möchten.
Péby Faugères 2018: 20/20 Punkte für Frucht und Finesse
Der jüngste Wein der Vertikale gehört für Gabriel zu den grössten und zugleich feinsten Editionen von Péby Faugères. Seine Notiz nennt Cassis, Waldhimbeeren, florale Anklänge und minzige Nuancen.
Der Jahrgang zeigt bereits erste Harmonie und bereitet auch in seiner Jugend Freude. Gleichzeitig sieht Gabriel seine beste Zeit noch vor ihm: Der 2018er verbindet frühen Genuss mit einem langen Entwicklungshorizont.
Vom ersten Jahrgang 1998 bis 2018
Die Verkostung führte auch zurück zu den Anfängen von Château Péby Faugères. Der erste Jahrgang 1998 entstand als Hommage an Pierre-Bernard Guisez, dessen Spitzname «Péby» dem Wein seinen Namen gab.
Auch nach fast drei Jahrzehnten überzeugte dieser erste Jahrgang Gabriel mit Substanz und Charakter. Er bewertete ihn mit 19/20 Punkten. Ebenfalls 19/20 erhielten bei dieser Verkostung die Jahrgänge 2005, 2012, 2014 und 2015.
Die zwölf Magnums ermöglichten damit einen besonderen Blick auf die Entwicklung des Weins: von gereiften Jahrgängen bis zu jüngeren Editionen mit weiteren Reserven.
Den vollständigen Bericht von René Gabriel lesen
Alle Verkostungsnotizen, Hintergründe zur Geschichte von Péby Faugères und persönliche Eindrücke des Abends finden Sie im Originalbericht von René Gabriel.
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